LinkedIn 2026

Viele LinkedIn-User erleben gerade dasselbe Phänomen:
Die Reichweite bricht ein. Das ist kein Zufall.
Und es liegt auch nicht an „schlechtem Content“. Der Grund heißt 360Brew – der neue KI-Algorithmus von LinkedIn. In diesem Artikel erklären wir, was sich durch 360Brew verändert hat, warum klassische LinkedIn-Tipps nicht mehr greifen und wie Normaluser (keine Creator, keine Influencer) 2026 trotzdem sichtbar bleiben.
LinkedIn 2026 Algorithmus 360Brew

Warum der neue KI-Algorithmus 360Brew Ihre Reichweite auf LinkedIn 2026 verändert

– und was 2026 wirklich noch funktioniert

Das wichtigste über LinkedIn 2026 als Kurzfassung
LinkedIn bewertet nicht mehr einzelne Posts.
LinkedIn bewertet Sie als Gesamtpaket.
Profil + Posts + Kommentare + Interaktionen = eine digitale Identität,
die entscheidet, wem Sie gezeigt werden – oder eben nicht.
Der Name „Brew“ drückt genau das aus: statt einzelner Zutaten wie einzelne Posts muss ein stimmiges Gesamtpaket entstehen.

Was ist 360Brew

360Brew ist kein einzelner Algorithmus, sondern ein KI-System,
das Ihre gesamte LinkedIn-Aktivität als zusammenhängende Geschichte liest.

  • Nicht mehr: „Hat der Post viele Likes?“
  • Sondern: „Passt dieser Post zu dieser Person – und zu den Menschen, denen wir ihn zeigen könnten?“

LinkedIn übersetzt alles, was Sie tun, in Muster:

  • worüber Sie sprechen
  • wie tief Sie sprechen
  • wie die Angaben Ihres Profils und beruflicher Werdegang dazu passen
  • mit wem Sie sprechen
  • wie andere darauf reagieren

Diese Muster bestimmen Ihre Sichtbarkeit.

LinkedIn 2026 Änderungen 360Brew
Überblick: das sind die 5 wichtigsten Änderungen auf LinkedIn 2026

Die 5 wichtigsten Veränderungen auf LinkedIn 2026

1. Ihr Netzwerk ist wichtiger als Ihre Followerzahl

Was sich geändert hat: Der Feed ist jetzt Connections-first. Beiträge von Menschen, mit denen Sie regelmäßig interagieren und deren Inhalte Sie lesen, kommentieren oder speichern,  werden 3,2-mal häufiger ausgespielt als Inhalte von entfernten Kontakten.
500 relevante Kontakte schlagen 5.000 Karteileichen.

So reagieren Sie richtig:

  • Vernetzen Sie sich gezielt mit Menschen aus Ihrem Fachbereich
  • Kommentieren Sie regelmäßig bei denselben 20–30 Personen
  • Löschen Sie inaktive oder themenfremde Kontakte

2. Verweildauer schlägt Likes

Was sich geändert hat: Ein Like ist nett – aber fast egal. Verweildauer wird 2,8-mal stärker gewichtet als Likes.

LinkedIn misst jetzt viel stärker:

  • Wie lange jemand bei Ihrem Beitrag verweilt
  • Ob er gelesen, gespeichert oder repostet wird

Was das für Sie heißt: Ein Post mit 12 Likes kann besser performen
als ein Post mit 120 Likes – wenn er gelesen wird.

So reagieren Sie richtig:

  • Schreiben Sie strukturierte, gut lesbare Texte
  • Nutzen Sie Absätze, klare Gedanken, kleine
  • Spannungsbögen
  • Erklären Sie Dinge, statt sie nur zu behaupten

3. LinkedIn bewertet wer postet – nicht nur was

Was sich geändert hat: LinkedIn ordnet Ihnen Kompetenzfelder zu. Wenn Sie heute über HR, morgen über Krypto
und übermorgen über Führung schreiben –
weiß das System nicht, wofür Sie stehen. Posts, die zu Ihrer erkannten Expertise passen,
bekommen bis zu 47 % mehr Reichweite. Kompetenz analysiert die LinkedIn-KI 

  • basierend auf Profil
  • bisherigen Inhalten
  • Sprache und Themen
  • Reaktionen anderer

So reagieren Sie richtig:

  • Bleiben Sie thematisch in Ihrer Spur
  • Erlauben Sie sich Tiefe statt Abwechslung
  • Wiederholen Sie Kernthemen aus unterschiedlichen Blickwinkeln
  • Wiederholung ist Positionierung, nicht Langeweile.

4. Gesprächsqualität schlägt schnelle Kommentare

Was sich geändert hat:
Kommentare sind kein Beiwerk mehr – sie sind Content. Kommentare mit 15+ Wörtern steigern die Reichweite
2,5-mal stärker als kurze Reaktionen.
Was das für Sie heißt:
„Toller Beitrag!“ bringt nichts.
Ein Gedanke, ein Beispiel, eine Gegenfrage schon.

So reagieren Sie richtig

  • Schreiben Sie Kommentare wie Mini-Beiträge
  • Teilen Sie eigene Erfahrungen
  • Stellen Sie echte Rückfragen

Exkurs: Kommentar-Typen, die der Algorithmus verstärkt

Add → Ask → Anchor

  • Eine prägnante Erkenntnis hinzufügen (Zahl, Nuance, Gegenthese)

  • Eine gezielte Rückfrage stellen („Welcher Schritt hakt bei Ihnen – Übergabe oder QA?“)

  • Mit einer Takeaway-Aussage abschließen („Hier ist unsere Checkliste dazu…“)

5. Generische & KI-Texte werden abgestraft

Was sich geändert hat:
LinkedIn erkennt:

  • Vorlagen-Posts
  • Engagement-Bait
  • generische KI-Formulierungen
  • KI-Kommentare

KI-Texte und Kommentare erzielen 7-mal weniger Engagement. Bequemlichkeit kostet Reichweite.


So reagieren Sie richtig

  • Nutzen Sie KI nur als Denk- oder Strukturhilfe
  • Schreiben Sie mit eigener Stimme
  • Teilen Sie echte Meinungen – auch unbequeme

Was Menschen auf LinkedIn 2026 lesen wollen

Was Menschen 2026 auf LinkedIn wirklich lesen wollen

Unabhängig vom Algorithmus funktionieren immer noch:

  • Fachthemen, verständlich erklärt
  • Kontroverse, begründete Sichtweisen
  • Echte Learnings aus der Praxis
  • David-gegen-Goliath-Geschichten
  • Fehler, Erkenntnisse, Entwicklungen

 Fragen Sie sich nicht mehr: „Wie bekomme ich mehr Reichweite?“
Sondern: „Für wen soll mein Content relevant sein – und warum?“
Wenn das klar und konsistent ist, wird Ihre Reichweite steigen.

9 LinkedIn Post-Typen, die gut funktionieren

3 Arten, mit uns zusammen zu arbeiten

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LinkedIn Content: Redaktionspläne, Creative Assets, Postings

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Fazit: Unser praktisches Mini-Playbook für den Alltag

360Brew hat LinkedIn nicht kaputt gemacht (wie viele User beklagen).
Es hat LinkedIn klarer gemacht. Wer sichtbar bleiben will, sollte sich die neuen Gewichtungen und Regeln einprägen und entsprechend posten. Idealerweise in einem der spannenden Formate, die wir oben vorgestellt haben.

  • Schärfen Sie Ihr Profil auf ein klares Thema
  • Posten Sie lieber 1-mal pro Woche gut als 5-mal beliebig
  • Kommentieren Sie gezielt und ausführlich
  • Schreiben Sie so, dass man stehen bleibt
  • Bleiben Sie menschlich – nicht algorithmisch
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